Diese Liste ist keine Zusage. Sie sagt, woran gearbeitet wird und in welcher Reihenfolge – nicht, wann etwas fertig ist. Termine in einer Produktankündigung sind bei kleinen Anbietern regelmäßig Wunschdenken, und ein verschobener Termin kostet mehr Vertrauen, als das Versprechen vorher eingebracht hat.
Housekeeping
Der Zimmerstatus wird heute gepflegt und ist im Belegungsplan sichtbar, aber es gibt keine Reinigungsplanung und keine Ansicht für den Etagendienst. Das ist die am häufigsten genannte Lücke, und sie steht deshalb vorn. Geplant ist eine Tagesliste je Etage, die zeigt, welches Zimmer nach der Abreise frei wird und welches bleibt – mehr nicht. Ein Personaleinsatzsystem wird es nicht.
Kassensicherungsverordnung
Bar- und Kartenzahlungen an der Rezeption berühren die Kassensicherungsverordnung. Wir klären derzeit steuerlich ab, welche Fälle eine technische Sicherheitseinrichtung brauchen und welche nicht. Bis das geklärt ist, steht hier keine Funktion, sondern eine Prüfung – alles andere wäre bei einer Steuervorschrift unseriös.
Rezeption auf dem Tablet
Der Belegungsplan ist für den Bildschirm am Tresen gebaut. Wer im Haus unterwegs ist, braucht etwas anderes: Anreisen von heute, Zimmerstatus, Check-in. Diese drei Ansichten sollen fingertauglich werden, ohne dass daraus eine zweite Anwendung entsteht.
Mehr Portale
Booking.com, HRS und Expedia laufen. Als Nächstes kommen die Kanäle, nach denen am häufigsten gefragt wird – Airbnb für Boardinghouses und die regionalen Buchungsportale der Kurorte. Was dazukommt, entscheidet die Nachfrage der Häuser, nicht die Länge der Liste.
Auswertungen
Heute gibt es Zahlen zum Tag und den Monatsexport. Dazwischen fehlt die Ebene, die der Geschäftsführung dient: Auslastung und Durchschnittsrate über Wochen, Herkunft der Buchungen, Vergleich zweier Häuser nebeneinander. Kein Berichtswerkzeug – fünf Zahlen, die stimmen.
Was nicht kommt
Zwei Dinge stehen bewusst nicht auf der Liste, und das wird sich 2027 nicht ändern:
- Ein Kassensystem für Restaurant und Bar. Wer beides in einem System braucht, ist bei uns falsch.
- Zentrale Preissteuerung über viele Standorte. Bis drei Häuser im selben Besitz funktioniert es gut, darüber wird es dünn.
Eine Liste dessen, was nicht kommt, ist für die Auswahl oft nützlicher als die Liste der Vorhaben. Sie erspart beiden Seiten das dritte Gespräch.
Quellen
- Stand der Planung: 5. August 2026. Reihenfolge und Umfang können sich ändern; ein Anspruch auf einzelne Funktionen entsteht daraus nicht.
